Zukunftsworkshop VOW 2015: Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Selbstverständnis

Der Workshop fand am Am 5. und 6. November 2015 im #Rosenwerk, Dresden, im Rahmen des jährlichen Vernetzungstreffens des Verbundes, unter dem Titel „Gesellschaftliche Perspektiven von Offenen Werkstätten: Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Selbstverständnis“ statt.

Moderiert wurde der Workshop vom Fraunhofer ISI, unter Leitung von Ewa Dönitz und Lorenz Erdmann, die den Workshop wie folgt zusammenfassen:

Wir vom Forschungsprojekt CoWerk haben auf dem Festival Offener Werkstätten zwei Tage mit den Macherinnen und Machern Offener Werkstätten auf einem Zukunftsworkshop verbracht. Er fand in der zukünftigen Nährwerkstatt im „Basement“ des #Rosenwerks statt. Hierbei haben bis zu 25 offene und kollaborative Menschen ihre Geschichte rekonstruiert, Impulse für eine gemeinsam geteilte Vision erarbeitet und Handlungsfelder benannt, die für das Erreichen ihrer Vision wichtig sind. Lorenz und Ewa vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI haben moderiert, Maureen und Anja haben unterstützt und protokolliert.

Selten haben wir in einem solchen Zukunftsworkshop solch eine konstruktive Beteiligung erlebt. Noch nie (!) haben wir dies in so einer warmen, offenen und gemeinschaftlichen Atmosphäre erfahren. Wir sind tatsächlich vom sonst üblichen Planungsmodus, in dem man sich um Einzelheiten kümmert, in den Vertrauensmodus gewechselt und dabei in den berühmten ‚Flow‘ geraten. Die wenigen Absprachen mit dem #Rosenwerk und den Helferinnen und Helfern auf dem Festival – das waren letztendlich alle – klappten reibungslos. Es waren nicht die Heinzelmännchen, die Gemüse, Kuchen und Getränke brachten und aufräumten, sondern die Macherinnen und Machern Offener Werkstätten, die sich für ihre Umgebung und ihre Zukunft verantwortlich fühlen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine Wand auf mehreren Metern voll mit Plakaten, Post-Its und Anmerkungen, die die Sichtweisen, Wünsche und Vorstellungen der Macherinnen und Machern Offener Werkstätten zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zum Ausdruck bringen. Viele, die nicht am Zukunftsworkshop teilnahmen, blieben vor dem Zeitstrahl, der von heute zurück bis 1945 und davor reicht, stehen. Darauf befinden sich persönlich wichtige Ereignisse, Meilensteine in der Geschichte Offener Werkstätten und gesellschaftlicher Wandel. Die Aushandlung der Impulse für eine gemeinsame Vision in Gruppen und im Plenum erfolgte in leidenschaftlichen Diskussionen und so fair und konstruktiv, dass nur wenig Dissens verblieb. Handlungsfelder für das Einschlagen des Weges in diese erwünschte Zukunft sprudelten nur so aus den Teilnehmerinnen und Teilnehmern heraus und zeigen den Bedarf nach Fortsetzung der Diskussionen an.

Der Zukunftsworkshop war Teil des Festivals Offener Werkstätten. Immer wieder gingen Leute und es kamen neue Leute hinzu. Dennoch ist es gelungen, über zwei Tage konzentriert in einem gemeinsamen Prozess zu arbeiten, der jede die wollte und jeden der wollte mitnahm. Das hat nur funktioniert, weil sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Prozess eingelassen und sich ihrer Zukunft angenommen. Wenn wir mal nicht mit dem Zukunftsworkshop befasst waren, haben wir die Atmosphäre genossen, zusammen lecker gegessen und uns einzelne Werkstätten angeschaut. Hierfür hätten wir gerne noch viel mehr Zeit gehabt!

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